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Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie

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Allgemeine Informationen

Unterscheidung Facharzt für Psychotherapie (Psychiater), Psychologischer Psychotherapeut mit Kassenzulassung, Heilpraktiker für Psychotherapie (HP-Psych.)

 

Die ärztlichen und psychologischen Berufsverbände schreiben vor, dass vor jeder Behandlung der Patient / Klient darüber aufgeklärt werden muss, im welchem Rahmen eine Behandlung oder eine Psychotherapie stattfinden darf. Hierbei spielt zunächst die Entstehung und Schwere der Erkrankung eine wichtige Rolle. Grundlegend ist dabei der sogenannte „Krankheitswert“ einer psychischen Störung zu beachten, der im Rahmen der Aufklärungs- und Sorgfaltspflicht die weitere Vorgehensweise und Behandlungshierarchie festschreibt.

 

Fachärzte im Bereich Psychotherapie

 

Ärzte verschiedener Fachrichtungen können ebenfalls Psychotherapie anbieten, da sie sich in ihrer Ausbildung vor allem mit den Funktionsweisen und den Erkrankungen des menschlichen Körpers beschäftigt haben. Besonders bei organisch psychisch bedingten Störungen ist aus medizinisch Perspektive die Behandlung bei einem Facharzt indiziert. Im Gegensatz zu Psychologischen Psychotherapeuten und Heilpraktikern für Psychotherapie, können sie mögliche körperliche Ursachen für eine psychische Erkrankung allumfassend behandeln. Nur sie dürfen Krankschreibungen vornehmen und notwendige Medikamente (Psychopharmaka) verschreiben.

 

Psychologische Psychotherapeuten

 

Psychologische Psychotherapeuten haben meist ein grundstämmiges Studium im Bereich der Pädagogik, Psychologie oder Sozialarbeit absolviert, und anschließen an einem privaten Institut ergänzend ein Zusatzstudium zum Psychotherapeuten einer bestimmten Fachrichtung (Psychanalyse, Verhaltentherapie, etc.) abgelegt. Sofern sie als niedergelassene Psychologische Psychotherapeuten über eine Kassenzulassung verfügen, rechnet diese Berufsgruppe ebenfalls wie Ärzte ihre Leistungen über die gesetzliche Krankenkasse ab. Ohne Kassenzulassung arbeiten sie genau wie Heilpraktiker für Psychotherapie mit einer Heilerlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz. In diesem Fall ist auch hier die Kostenünernahme vor einer Behandlung unbedingt abzuklären.

 

Kinder- und Jugendpsychotherapeuten müssen zusätzlich eine drei bis fünf Jahre dauernde Zusatzausbildung ablegen. Erst dann dürfen sie offiziell therapeutisch mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

 

Heilpraktiker für Psychotherapie

 

Heilpraktiker für Psychotherapie sind nach bestandener schriftlicher und mündlicher Überprüfung ebenfalls dazu berechtigt, mit der erteilten Heilerlaubnis im Bereich der Psychotherapie therapeutisch tätig werden zu dürfen. Auch sie müssen genau wie die bereits aufgezeigten Berufsgruppen umfassende Kenntnisse im Bereich organischer und psychiatrischer Krankheitsbilder nachweisen, um anschließend die Heilkunde am Menschen ausüben zu dürfen. Die Ausbildung findet ausschließlich an privaten Ausbildungsinstituten statt und dauert je nach Vorbildung zwischen ein und drei Jahr(en). Auch an diese Ausbildung schließen sich weitere Fachweiterbildungen an, die dann zur Ausübung spezieller Heilverfahren und Techniken (z.B. Traumatherapie, EMDR, Heilhypnose, etc.) berechtigen. Oftmals zeichnet sich die Behandlung bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie dadurch aus, dass entsprechend des Störungsbildes auf eine Vielzahl etablierter und individuell unterschiedlicher Behandlungsmethoden zurückgegriffen werden kann. Gerade im Bereich der individuellen Psychotherapie und Alternativmedizin haben sich zahlreiche Therapiemethoden etabliert, die auch heute weitverbreitet in der Schulmedizin ihre Anwendung finden. Heilpraktikerbehandlungen sind leider nicht mehr im Erstattungskatalog unserer gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt. Der Grund liegt nicht in der Qualität der Behandlungen sondern als vielmehr darin begründet, dass die in den Erstattungssystemen vertretenen Berufsverbände wie Ärzte und approbierte Psychotherapeuten zunehmend alternative Heilmethoden abschaffen wollen. Für gesetzlich versicherte Patienten/ Klienten bedeutet das, dass die Behandlungskosten bei einem Heilpraktiker für Psychotherapie somit nicht unter die medizinische Regelversorung der Krankenkassen fallen und vom Patienten/ Klienten als Selbstzahler zu tragen sind. Privatversicherte und Mitglieder einer Beihilfekasse können wie bisher die Kostenübernahme vor Beginn einer Behandlung bei ihrem Versicherungsträger einreichen.

 

Auf keinen Fall sollte Sie sich jedoch bei der Wahl eines Therapeuten oder einer besser geeigneten Therapieform von dem Gedanke tragen lassen, dass Sie für die Behandlungskosten selber aufkommen müssen. Die Kosten hierfür halten sich in einem überschaubaren Rahmen. Auch die Vorteile einer deutlich geringeren Wartezeit für einen Behandlungsbeginn sind nicht von der Hand zu weisen.

 

Und auf keinem Fall sollten Sie sich von der landläufigen Meinung beeinflussen lassen, dass eine Therapie im Bereich der Alternativmedizin (z.B. beim Heilpraktiker für Psychotherapie) nicht ebenso qualifiziert und professionell durchgeführt wird, wie bei einem Arzt oder Psychologischen Psychotherapeuten. Viele Klienten berichten hier oft vom Gegenteil.

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