Den Weg zurück ins Leben finden

Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie

|PITT|

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Ansatz der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT)

01.02.2018 | Rüdiger Grimm | www.therapiepraxis-grimm.de

Das therapeutische Konzept der Psychodynamisch Imaginativen Traumatherapie (PITT) basiert auf der ganzheitlichen Integration seelisch erlebter Verletzungen. Hierbei wird stets die Fähigkeit der Klienten gesehen, erlebte Krisen mittels selbstversorgender Techniken aus eigener Kraft bewältigen zu können. Auf Basis einer respektvollen und selbstbestimmt heilsamen Arbeitsbeziehung, soll zunächst ein Zugang zu eigenen Ressourcen eröffnet werden. Behutsam werden dabei Wege erarbeitet, die zu einem besseren Verständnis der im Alltag auftauchenden dysfunktionalen und störenden Verhaltensweisen beitragen soll.

 

Die psychodynamischen Ansätze bieten hierbei die Möglichkeit der emotionalen und intellektuellen Integration, indem bisher unerklärliche und befremdliche Gefühle und Symptome in ein Erklärungs- und Interpretationsschema überführt werden können. Sich besser verstehen zu können, verhilft zu mehr Selbstkontrolle, wirkt stressmindernd und ermöglicht so, dass Neues umsichtig erprobt und erlernt werden kann.

 

Der Hauptansatz imaginativer Selbstbegegnung und Selbstfürsorge innerer Anteile bietet somit eine hohe Nachhaltigkeit in der Traumabewältigung. Dabei geht es nicht primär um die Bearbeitung der als traumatisch erlebten Situationen selbst, als vielmehr darum, mit der Inneren Arbeit ein "Helfer-Team" zu erschaffen, welches künftig bei der Bewältigung schlimmer Erinnerungen zur Seite steht. PITT verbindet undogmatisch die Bausteine verschiedenster Methoden und Theorien, die auf dem Fundament langjähriger Erfahrung von Frau Prof. Dr. med. Luise Reddemann auf dem Gebiet der Traumabehandlung entstanden sind. PITT eignet sich in besonderer Weise auch für die Therapie von Kindern und Jugendlichen.

 

Stabilisierungsphase

 

Zu Beginn wird mit den Klienten im Einzelsetting die aktuelle Lebenssituation ausführlich besprochen. Es geht um die Anerkennung und Würdigung dessen, was bisher zum „Überleben“ beigetragen hat. Weiter werden die belastenden Verhaltensweisen und/oder Gefühle benannt, deren Bearbeitung letztendlich den therapeutischen Auftrag darstellen. Erkannte Stärken und Kompetenzen werden herausgestellt, die künftig als "Erwachsenes ICH" die Versorgung innerer Anteile übernimmt. Die Klienten schaffen sich einen Ort der innerer Sicherheit, an dem sie zu jedem Zeitpunkt zurückkehren können. Dabei bietet unsere Fantasie keinerlei Grenzen, diesen sicheren Ort individuell angepasst an die jeweilige Thematik auszugestalten.

 

Versorgung verletzter Anteile

 

Der Schwerpunkt von PITT liegt eindeutig in der Versorgung jüngerer (verletzter) oder unversorgter Persönlichkeitsanteile. John und Helen Watkins sprachen von Ego-States, Erich Kästner und Milton Erickson bezogen sich bei ihrer Arbeit auf das Innere Kind. Allerdings ist aus heutiger Sicht nach Frau Prof. Dr. med. Luise Reddemann der Begriff „jüngerer Anteil“ zutreffender, da nicht zwangsläufig nur ein kindlicher Anteil verletzt sein muss oder kann.

 

Die Versorgung identifizierter Anteile erfolgt dann durch das „Erwachsene-ICH“ auf der „Inneren Bühne“. Verschiedene Techniken erlauben dabei die nötige Distanz zu schmerzlichen Erinnerungen und Gefühlen zu wahren. Diese Distanz aus der Sicht eines Beobachters bietet die Möglichkeit, bisher unbeachtete Details und zu diesem Zeitpunkt durchaus funktionale Verhaltensweisen zu erkennen, um sie aus heutiger Sicht neu bewerten und aktualisieren zu können. Somit können störende (dysfunktionale) Verhaltensweisen und Anteile der aktuellen Lebenssituation neu angepasst werden.

 

Traumakonfrontation

 

Es sei angemerkt, dass eine Traumakonfrontation immer die intensivste Auseinandersetzung mit einem Trauma darstellt. Dieser Besonderheit muss im Interesse aller Beteiligten große Beachtung geschenkt werden. Ob ein solcher Schritt überhaupt notwendig ist und durchgeführt werden kann, muss im Einzelfall und hinlänglich der individuellen Wünsche und Konstitution genaustens erarbeitet werden. In dieser Phase werden die traumatischen Erlebnisse gedanklich nochmal Schritt für Schritt und in allen Dimensionen betrachtet und neu bewertet.

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Letztes Update: 10.02.2018 | 21:10